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Die Industriebahn Beuel-GroßenbuschAm 20. Dezember 1900 wurde die von der "Industriebahn AG, Frankfurt" gebaute Strecke von Beuel über Pützchen und Hangelar nach Großenbusch mit einem Abzweig nach Limperich abgenommen und einen Tag später eröffnet. Sie diente der Erschließung von mehreren Industriebetrieben. Später gehörte sie zum Konzern der Deutschen Eisenbahn-Gesellschaft (DEG), Frankfurt/Main. Die Strecke wurde in Beuel daher "Frankfurter Bahn" genannt.
Zum 1. Dezember 1965 wurde die DEG für den Abschnitt Hangelar - Großenbusch von der Betriebspflicht entbunden und danach die Strecke abgerissen. Schon ein Jahr vorher hatte man die eigene Zugförderung eingestellt; die Köf-Kleinlok des Bahnhofs Beuel bediente aber weiterhin täglich die Strecke mit ihren Anschlüssen. Seit den achtziger Jahren beabsichtigte man wegen des sinkenden Verkehrsaufkommens die Gesamtstilllegung.
Um diese zu verhindern, gründete sich im Jahr 1989 die Initiative Kleinbahn Beuel - Großenbusch (IKBG), bestehend aus Aktivisten des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und zahlreichen verkehrspolitisch Interessierten aus dem Großraum Bonn. Man veranstaltete Sonderfahrten zum "Pützchens Markt". Alljährlich pendeln seither am zweiten Wochenende im September Sonderzüge zwischen Bonn-Beuel-Pützchen und Sankt Augustin-Hangelar. Schließlich wurde 1994 ein Eisenbahnunternehmen, die "Rhein-Sieg-Eisenbahn", gegründet, mit der Absicht, den Betrieb weiterzuführen und auszubauen. Zweites Standbein sollte die Strecke Siegburg-Lohmar sein. Im Jahre 2000 konnte die Beueler Kleinbahn mit einem großen Bahnfest ihr hundertjähriges Jubiläum begehen.
Der Ausbau der Bahn gelang aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leider bisher nicht in dem Maße, wie sich die Gründer der RSE das gewünscht hatten. Die Strecke Bonn - Hangelar ist jedoch die Keimzelle eines mittlerweile überregional agierenden Eisenbahnverkehrsunternehmens. |