Die heutige Kursbuchstrecke 465/466 Köln - Niederlahnstein - Wiesbaden, die "rechte Rheinstrecke", konnte erst gebaut werden, nachdem die Rheinische Eisenbahn, die im Besitz der linken Rheinstrecke war, den Bau selbst übernahm und damit die bis dahin bestehenden Konkurrenz-Befürchtungen gegenstandslos geworden waren.

Nach Eröffnung der Rheinbrücke Pfaffendorf mit der Verbindung Koblenz - Oberlahnstein im Jahre 1864 folgten die Strecken Pfaffendorf - Engers - Neuwied (1869), Neuwied - Oberkassel (mit der dortigen Trajektverbindung nach Bonn, 1870) und schließlich Troisdorf, wo Anschluss an die Köln-Gießener Bahn bestand (1870).

Von Anfang an gehörte auch die rechtsrheinische Bahn zu den meistbefahrenen Strecken Deutschlands. Bis heute wird der hochwertigere Personenverkehr eher linksrheinisch, der Güterverkehr schwerpunktmäßig rechtsrheinisch abgewickelt.


Güterzug mit Kriegslok der Reihe 52 am Posten 42 bei Rhöndorf um 1955. Im Hintergrund der Drachenfels.


Regionalexpress mit Ellok 110 im Bahnhof Bad Honnef im Jahre 2000


ET 430 auf Sonderfahrt bei Rheinbreitbach, 1989