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Die Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises SSB

Wer heute mit der Bonner Stadtbahnlinie 66, dem "Telekom-Express", zwischen Bad Honnef, Bonn und Siegburg unterwegs ist, wird kaum noch wissen, dass es sich um eine ehemalige elektrische Kleinbahn handelt, die mit dem ellenlangen Namen "Elektrische Bahnen der Kreise Bonn-Stadt, Bonn-Land und des Siegkreises SSB" unter Beteiligung der genannten Gebietskörperschaften gegründet wurde, um sowohl den Siebengebirgsraum als auch die Kreisstadt Siegburg mit Bonn zu verbinden. Die Abkürzung "SSB" bedeutet übrigens "Siegburger und Siebengebirgsbahn".

Schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatten sich verschiedene Seiten um die Konzession für Bahnverbindungen von Bonn über eine zu bauende Rheinbrücke ins Rechtsrheinische bemüht, doch erst als 1906 der Siegburger Landrat von Dalwigk das Projekt mit Nachdruck verfolgte, wurde es mit dem Bahnbau ernst.

Gemäß einem vom ehemaligen Betriebsdirektor der Cöln-Bonner Kreisbahn (der nachmaligen Köln-Bonner Eisenbahnen), Rohlfs, ausgearbeiteten Konzept wurde nach der 1908 erfolgten Gründung der Gesellschaft mit dem langen Namen und der Konzessionserteilung 1910 mit dem Bahnbau begonnen. Die wenige Jahre zuvor eröffnete hochmoderne elektrische Rheinuferbahn Bonn - Wesseling - Köln diente als Vorbild.

Von Bonn bis nach Beuel, wo man den Betriebshof anlegte, wurden die Straßenbahngleise und Fahrleitungen (550 Volt Gleichstrom) mitbenutzt. 1911 waren die Strecken nach Siegburg und bis Oberdollendorf fertiggestellt, 1914 folgte der Abschnitt nach Königswinter, und erst nach Weltkrieg und Inflation 1925 das restliche Stück bis Bad Honnef. Auf den Außenstrecken fuhr man mit 1000 Volt Gleichstrom. 

Vierachsige Überlandtrieb- und Beiwagen bildeten die Fahrzeugausstattung der Bahn. Sie mussten wegen des zweiten Weltkriegs länger durchhalten als vorauszusehen war. 1953 wurden sie durch drei moderne silbergraue Doppeltriebwagen ergänzt, von denen einer ein Speiseabteil besaß.

1960 musste der Fahrzeugpark erneuert werden. Man beschaffte achtachsige Gelenkwagen aus dem "Straßenbahn-Baukasten" der Waggonfabrik Düwag. Gleichzeitig wurde die Kleinbahn zur Straßenbahn umkonzessioniert und einheitlich mit 600 Volt - seit den siebziger Jahren mit 750 Volt - gefahren. Die drei Doppeltriebwagen wurden umlackiert und noch bis 1975 eingesetzt.

Bei den Planungen für ein modernes Stadtbahnnetz im Köln-Bonner Raum lag es nahe, die bestehenden Fernlinien nach Siegburg und Honnef in das Gesamtkonzept einzubeziehen. Aus den Linien "H" und "S" wurden zunächst die "64" und "66", heute fährt die "66" von Honnef über die Südbrücke, die Bonner Innenstadt und die Kennedybrücke nach Siegburg durch. 

Nach und nach erfolgte von Mitte der achtziger bis Mitte der neunziger Jahre die Umstellung auf Stadtbahnnormen; heute kommen Stadtbahnwagen vom Typ "B 100" zum Einsatz, von denen einige offiziell der "SSB" gehören. In ihnen lebt die alte Kleinbahn so gesehen noch fort.


Züge der Siebengebirgsbahn (alte Vierachser) um 1958 in Königswinter


Doppeltriebwagen vor dem modernen Bahnhofsgebäude in Rhöndorf um 1954


Achtachserzug an der Königswinterer Rheinpromenade um 1980


Stadtbahnwagen B im Endbahnhof Bad Honnef im Jahr 2000

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